Wie läuft Aufmaß und Montage einer Steinplatte ab?
Steinplatten werden nach einem Aufmaß vor Ort gefertigt. Bei einer neuen Küche geschieht das meist erst, wenn die Unterschränke stehen und ausgerichtet sind.
Der Betrieb misst die Küchenzeile aus, legt Stoßstellen, Ausschnitte und Kanten fest und fertigt danach in der Werkstatt. Spüle, Kochfeld und Armatur sollten zum Aufmaß feststehen, am besten mit Einbauanleitung. Eine 3 cm starke Granitplatte wiegt etwa 85 kg je m². Das Einbringen in obere Etagen ohne Aufzug sollte deshalb im Angebot geregelt sein.
Den Ablauf Schritt für Schritt beschreibt der Ratgeber Aufmaß und Ablauf.
Woran erkennt man einen guten Steinbetrieb?
- Eintragung in die Handwerksrolle: Das Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk ist nach Anlage A der Handwerksordnung zulassungspflichtig.
- Aufmaß vor Ort statt Preis nur nach Zeichnung, und ein Angebot mit einzeln ausgewiesenen Posten.
- Musterstück oder Besuch im Lager: Bei Naturstein sehen Sie so die Platte, die Sie tatsächlich bekommen.
- Klare Aussagen zur Pflege und zur Eignung der Sorte, bei Naturstein zum Beispiel zur Wasseraufnahme laut Datenblatt.
- Staubarme Bearbeitung: Anpassungen in der Wohnung sollten nass oder mit Absaugung erfolgen.
Die vollständige Checkliste finden Sie im Ratgeber Guten Steinbetrieb erkennen.
Häufige Fragen
Welches Material ist für eine Küchenarbeitsplatte am robustesten?
Keramik gilt als sehr hitze-, kratz- und fleckenbeständig, ist aber an Kanten stoßempfindlich. Granit ist ebenfalls hitzebeständig und kratzfest, braucht je nach Sorte eine Imprägnierung. Quarzkomposit ist pflegeleicht, verträgt aber keine heißen Töpfe direkt vom Herd.
Muss eine Granitarbeitsplatte imprägniert werden?
Das hängt von der Sorte ab. Viele Granite nehmen etwas Wasser und Öl auf und werden deshalb imprägniert, sehr dichte Sorten brauchen das kaum. Fragen Sie den Betrieb nach der Wasseraufnahme laut Datenblatt.
Wie lange dauert es vom Aufmaß bis zur Montage?
Das hängt von Material, Auslastung des Betriebs und Lieferbarkeit der Platte ab. Lassen Sie sich den Zeitraum im Angebot nennen und planen Sie bei einer neuen Küche eine Übergangszeit ohne feste Arbeitsplatte ein.
Kann ich nur die Arbeitsplatte tauschen und die Küche behalten?
Ja, das ist häufig. Die Unterschränke müssen das Gewicht tragen und gerade stehen. Mehr dazu unter Arbeitsplatte austauschen.
Was kostet mich die Vermittlung?
Nichts. Heimatprofi ist für Sie kostenlos und unverbindlich. Wir nennen Ihnen bis zu drei Betriebe, und Ihre Daten gehen erst nach Ihrer Zustimmung an diese Betriebe.
Kann ich als Mieter eine Steinarbeitsplatte anfragen?
Ja. Klären Sie aber vorher mit Ihrem Vermieter, ob Sie die vorhandene Platte ersetzen dürfen und was beim Auszug mit ihr geschieht. Gehört die Küche dem Vermieter, braucht es in jedem Fall seine Zustimmung.
Eignet sich Sandstein aus der Sächsischen Schweiz als Arbeitsplatte?
Eher nicht. Postaer Sandstein hat eine offene Porosität von rund 20 % und nimmt etwa 5,6–5,9 % Wasser auf. Öl, Rotwein und Kaffee ziehen leicht ein. Für die Küche sind dichte Hartgesteine, Quarzkomposit oder Keramik die bessere Wahl.