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Küchenarbeitsplatten aus Stein in Görlitz

Görlitz liegt neben einem der bekannten Granitgebiete Sachsens. Der Abbau ist Geschichte, das Interesse an Granit in der Küche nicht.

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Kurz beantwortet

In Görlitz kommen für Küchenarbeitsplatten Granit, Quarzkomposit und Keramik aus dem Fachhandel in Frage. Der Königshainer Granit westlich der Stadt wurde von 1844 bis 1975 abgebaut und steckt unter anderem im Görlitzer Neißeviadukt, ist heute aber nicht mehr erhältlich. Zuständig für die Handwerksrolle ist die Handwerkskammer Dresden. Standardgranit kostet als Orientierung ca. 500–700 € je m².

Was hat Görlitz mit Granit zu tun?

Westlich von Görlitz liegen die Königshainer Berge. Dort wurde mehr als 200 Jahre lang Granit gebrochen, als Industrie vor allem zwischen 1844 und 1975. Königshainer Granit wurde für das Görlitzer Neißeviadukt, das Reichstagsgebäude und das Sowjetische Ehrenmal im Treptower Park in Berlin verwendet. 1975 wurde der Steinbruchbetrieb endgültig eingestellt. Heute sind die Berge Landschaftsschutzgebiet, an die Geschichte erinnert das Granitabbaumuseum.

Zu den bekannten Brüchen gehörten der Firstensteinbruch, der Totenstein und der Kuckuckstein. Die Steinbruchlöcher und -seen sind bis heute sichtbar, seit den 1970er Jahren werden die Felsen zum Klettern genutzt. Der Granit war für seine Farbbeständigkeit bekannt, was ihn für Bauwerke im Freien interessant machte.

Welche Steine kommen heute für Görlitzer Küchen in Frage?

Da Königshainer Granit nicht mehr abgebaut wird, stammen Granit-Arbeitsplatten aus anderen Vorkommen. Aus der Oberlausitz ist der Lausitzer Granodiorit verfügbar, der vor allem bei Demitz-Thumitz im Landkreis Bautzen gewonnen wird, allerdings überwiegend als Schotter und nur in kleinem Umfang als Werkstein. Daneben bietet der Fachhandel viele Granitsorten sowie Quarzkomposit und Keramik an. Welche Eigenschaften die Materialien haben, zeigt der Materialvergleich.

Wer ist in Görlitz für Steinbetriebe zuständig?

Der Landkreis Görlitz gehört zum Bezirk der Handwerkskammer Dresden, zusammen mit Dresden und den Landkreisen Bautzen, Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Wir nennen Ihnen Betriebe, die Görlitz und den Landkreis anfahren.

Das gilt auch für Anfragen aus Löbau, Niesky, Zittau oder Königshain. Ein Foto der Küche und des Treppenhauses hilft den Betrieben, Transport und Aufwand vorab einzuschätzen.

Was ist bei Görlitzer Altbauküchen zu beachten?

Görlitz hat einen großen Altbaubestand. Dort sind Wände oft nicht gerade, Ecken nicht rechtwinklig und Treppenhäuser eng. Für eine Steinarbeitsplatte heißt das: genaues Aufmaß mit Schablone oder Laser, Fugen an sinnvollen Stellen und ein geklärter Transportweg. Eine 3 cm starke Granitplatte wiegt etwa 85 kg je m². Bei langen Zeilen kann es sinnvoll sein, die Platte bewusst zu teilen, damit sie durchs Treppenhaus passt.

Wer das Granit-Erbe der Region in der Küche aufgreifen möchte, kann mit grauem Granit aus der Oberlausitz planen oder im Fachhandel eine ähnliche Sorte wählen. Hinweise zum Ablauf gibt der Ratgeber Aufmaß und Ablauf.

Was kostet es in Görlitz?

Regionale Preisstatistiken für Steinarbeitsplatten gibt es für Görlitz nicht. Als bundesweite Orientierung gelten ca. 500–700 € je m² für Standardgranit in 3 cm, dazu Ausschnitte, Aufmaß und Montage (Stand 09/2026). Alle Posten und eine Beispielrechnung finden Sie unter Kosten.

Görlitz & Landkreis: die Region im Überblick

Einwohner Görlitz
55.065
Landkreis
Landkreis Görlitz
Einwohner Landkreis
rund 242.000
Bundesland
Sachsen

Görlitz liegt in der Oberlausitz am Westufer der Lausitzer Neiße, die seit 1945 die Grenze zu Polen bildet. Die Stadt ist Sitz des Landkreises Görlitz. Görlitz blieb im Zweiten Weltkrieg weitgehend unzerstört: 37 Häuser wurden zerstört, je nach Quelle 78 bis 89 teils schwer beschädigt. Die Altstadt mit spätgotischen, Renaissance- und Barockbauten ist von ausgedehnten Gründerzeitvierteln umgeben, vor allem südlich der Altstadt. Die Stadt zählt nach eigenen Angaben rund 3.600 Einzeldenkmale und gilt als größtes zusammenhängendes Flächendenkmal Deutschlands. Plattenbauten stehen vor allem in Königshufen, das ab 1975 in WBS-70-Bauweise entstand.

Wir vermitteln Natursteinbetriebe für Görlitz und die umliegenden Orte, unter anderem Löbau, Niesky, Zittau, Reichenbach/O.L., Markersdorf und Schöpstal.

Was Hausbesitzer in Görlitz wissen sollten

  • Denkmalschutz: Bei rund 3.600 Einzeldenkmalen sollten Eigentümer von Altbauten vor Arbeiten an Fassade, Dach oder Fenstern klären, ob ihr Haus in der Denkmalliste steht.
  • Hochwasser: Im August 2010 stieg die Neiße in Görlitz auf über 7 m, ein Vielfaches des mittleren Wasserstands, und richtete Schäden in ufernahen Vierteln an.
  • Radon: Görlitz und der Landkreis Görlitz gehören nicht zu den sächsischen Radonvorsorgegebieten.

Welche Natursteinbetriebe kommen für Görlitz infrage?

Für jede Anfrage wählen wir bis zu drei Natursteinbetriebe aus Görlitz und Umgebung aus, die zu Ihrem Vorhaben passen. Die Namen erfahren Sie, bevor Ihre Kontaktdaten weitergehen. Das prüfen wir bei jedem Betrieb:

  • Eintragung in die Handwerksrolle als Steinmetz und Steinbildhauer (zulassungspflichtiges Handwerk nach Anlage A der Handwerksordnung) oder nachweislich spezialisierter Fachbetrieb für Arbeitsplatten
  • Aufmaß vor Ort durch den Betrieb selbst und schriftliches Angebot mit einzeln ausgewiesenen Posten (Platte, Ausschnitte, Kanten, Aufmaß, Montage, Entsorgung)
  • Erfahrung mit mindestens zwei der Werkstoffe Granit, Quarzkomposit und Keramik sowie Referenzen aus der Region
  • Staubarme Bearbeitung nach der Handlungsanleitung Staub (Nassbearbeitung oder Absaugung) bei Anpassungen in der Wohnung
  • Betriebshaftpflichtversicherung und Erreichbarkeit im jeweiligen Landkreis für Aufmaß, Montage und Nacharbeiten

Fragen aus Görlitz

Kann ich noch Königshainer Granit für meine Küche bekommen?

Nein, der Steinbruchbetrieb in den Königshainer Bergen wurde 1975 endgültig eingestellt. Allenfalls Restbestände aus Abbruch sind denkbar, als Arbeitsplatte ist das aber kaum realistisch.

Welche Handwerkskammer ist für Görlitz zuständig?

Die Handwerkskammer Dresden. Ihr Bezirk umfasst Dresden und die Landkreise Bautzen, Görlitz, Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Gibt es regionalen Granit aus der Oberlausitz?

Ja, den Lausitzer Granodiorit aus dem Raum Demitz-Thumitz. Er ist polierbar, wird heute aber überwiegend als Schotter gewonnen. Fragen Sie den Betrieb nach Verfügbarkeit.

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Wir finden Ihre Natursteinbetriebe

Ein Formular statt vieler Telefonate. Wir melden uns, klären offene Fragen und nennen Ihnen bis zu drei geprüfte Betriebe aus Ihrer Region. Für Sie ohne zusätzliche Kosten. Oder rufen Sie an: 0351 27 59 38 50

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