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Aufmaß und Ablauf: Von der Anfrage bis zur fertigen Steinplatte

Eine Steinarbeitsplatte wird nach Maß gefertigt. Das Aufmaß entscheidet, ob sie später passt. Hier sehen Sie, was wann passiert und was Sie vorbereiten können.

Stand 25.09.2026 · Redaktion Heimatprofi

Kurz beantwortet

Eine Steinarbeitsplatte wird erst nach einem Aufmaß vor Ort gefertigt. Bei einer neuen Küche misst der Betrieb, wenn die Unterschränke stehen und ausgerichtet sind; beim Austausch misst er mit der alten Platte. Zum Aufmaß sollten Spüle, Kochfeld und Armatur feststehen. Danach fertigt der Betrieb in der Werkstatt, die Montage dauert meist einen Tag.

Welche Schritte gibt es von der Anfrage bis zur Montage?

  1. Anfrage und erste Einschätzung

    Mit Länge, Material, Zahl der Ausschnitte und einem Foto kann ein Betrieb eine erste Preisspanne nennen.

  2. Material auswählen

    Bei Naturstein am besten im Lager oder in der Ausstellung. Bei Quarzkomposit und Keramik genügt oft ein Muster.

  3. Aufmaß vor Ort

    Der Betrieb misst genau aus, legt Fugen, Ausschnitte, Kanten und Überstände fest und nimmt Gerätemaße auf.

  4. Verbindliches Angebot

    Erst nach dem Aufmaß steht der endgültige Preis fest. Prüfen Sie die Zeichnung, bevor Sie freigeben.

  5. Fertigung in der Werkstatt

    Zuschnitt, Ausschnitte, Kanten und Oberflächen werden in der Werkstatt bearbeitet.

  6. Montage

    Die Platte wird geliefert, gesetzt, verklebt und verfugt. Danach werden Spüle und Geräte angeschlossen.

Große Granitplatte in einer Steinwerkstatt wird vermessen
Symbolbild

Wann ist der richtige Zeitpunkt für das Aufmaß?

Bei einer neuen Küche nach dem Stellen und Ausrichten der Unterschränke. Beim Austausch in einer bestehenden Küche kann jederzeit gemessen werden, die alte Platte bleibt bis zum Montagetag.

Steinplatten lassen sich vor Ort kaum noch anpassen. Deshalb misst der Betrieb erst, wenn sich an den Schränken nichts mehr ändert. Viele Betriebe arbeiten mit Laser oder Schablone, um schräge Wände und nicht rechtwinklige Ecken genau zu erfassen. Bei einer neuen Küche bedeutet das eine Zeit ohne feste Arbeitsplatte. Manche Küchenstudios legen dafür eine provisorische Platte auf. Fragen Sie bei der Planung, wie lange die Fertigung dauert.

Was sollten Sie zum Aufmaß bereithalten?

  • Modell und Einbauanleitung von Spüle, Kochfeld und Armatur, besonders bei flächenbündigen Geräten.
  • Die Entscheidung, ob Spüle und Kochfeld aufliegend, flächenbündig oder unterbaut eingesetzt werden.
  • Wünsche zu Überständen, etwa an einer Theke oder am Fenster.
  • Lage von Steckdosen, Fensterbank und Fliesenspiegel.
  • Beim Austausch: ob die alte Platte entsorgt werden soll.

Wo kommen Fugen und Stöße hin?

Stoßfugen entstehen bei langen Zeilen und bei Ecken. Sie sollten möglichst weit weg von Spüle und Kochfeld liegen und beim Aufmaß festgelegt werden.

Rohplatten haben begrenzte Maße. Bei L- und U-Küchen gibt es deshalb fast immer mindestens eine Fuge. Eine Fuge direkt neben der Spüle ist anfälliger für Wasser. Fragen Sie auch, wie die Fuge ausgeführt wird, etwa stumpf gestoßen und farblich passend verklebt. Bei Naturstein sollte der Betrieb darauf achten, dass die Maserung an der Fuge möglichst gut zusammenpasst.

Was passiert am Montagetag?

Zwei bis drei Personen tragen die Platten in die Küche. Eine 3 cm starke Granitplatte wiegt etwa 85 kg je m². Sorgen Sie für einen freien Weg, gesicherte Böden und Zugang zum Wasser. Die Platte wird auf die Unterschränke gesetzt, ausgerichtet und verklebt. Fugen und Wandanschlüsse werden mit Silikon oder passendem Kleber geschlossen. Spüle und Armatur werden angeschlossen. Elektrische Kochfelder schließt eine Elektrofachkraft an.

Nach der Montage

Silikon und Kleber brauchen Zeit zum Aushärten. Belasten Sie die Fugen am ersten Tag nicht mit Wasser und lassen Sie sich die Pflegehinweise für Ihr Material geben.

Welche Fehler passieren beim Aufmaß häufig?

  • Gerätemodelle stehen noch nicht fest, und der Ausschnitt passt später nicht.
  • Die Unterschränke werden nach dem Aufmaß noch verschoben oder neu ausgerichtet.
  • Die Lage der Steckdosen und Fensterbänke wurde nicht bedacht.
  • Überstände an Theke oder Fenster wurden nicht besprochen und fehlen später.
  • Der Transportweg wurde nicht geprüft, und die Platte passt nicht durchs Treppenhaus.

Viele dieser Fehler lassen sich mit einer kurzen Liste zum Aufmaß vermeiden. Nehmen Sie sich für den Termin Zeit und lassen Sie sich die Aufmaßzeichnung vor der Fertigung zur Freigabe schicken.

Was ist in Plattenbau- und Altbauküchen besonders?

In vielen Mietwohnungen und Eigentumswohnungen sind Küchen klein und Küchenzeilen kurz. Dann fallen feste Posten wie Aufmaß, Ausschnitte und Montage stärker ins Gewicht als die Fläche der Platte. Wände in Altbauten sind oft nicht gerade, was ein genaues Aufmaß mit Schablone oder Laser besonders wichtig macht. In oberen Etagen ohne Aufzug sollte der Transport im Angebot geregelt sein. Die Kosten zeigt die Seite Kosten.

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Häufige Fragen

Kann ich die Platte selbst ausmessen?

Für eine erste Preisschätzung ja. Für die Fertigung misst der Betrieb selbst, weil er für die Passgenauigkeit geradesteht. Steinplatten lassen sich vor Ort kaum nachbessern.

Muss ich beim Aufmaß dabei sein?

Ja, das ist sinnvoll. Beim Aufmaß werden Fugen, Kanten, Überstände und Ausschnitte festgelegt. Diese Entscheidungen sollten Sie selbst treffen.

Wie lange dauert die Montage?

Bei einer üblichen Küchenzeile meist einen Tag, bei großen Küchen mit Insel oder Rückwand auch länger. Der Betrieb nennt Ihnen den Zeitbedarf.

Was ist, wenn die Platte nicht passt?

Wenn der Betrieb selbst aufgemessen hat, liegt die Passgenauigkeit in seiner Verantwortung. Halten Sie Mängel bei der Abnahme schriftlich fest.

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