Wann lohnt sich der Austausch der Arbeitsplatte?
Der Austausch lohnt sich, wenn Fronten, Schränke und Geräte noch in Ordnung sind und nur die Oberfläche verschlissen ist, etwa bei aufgequollenen Kanten an der Spüle.
Eine neue Steinplatte wertet die Küche sichtbar auf und kostet einen Bruchteil einer neuen Küche. Weniger sinnvoll ist der Austausch, wenn die Unterschränke selbst feucht, instabil oder ohnehin bald fällig sind. Dann ist es besser, Platte und Küche gemeinsam zu planen, damit das Aufmaß nicht doppelt anfällt.

Was muss vor dem Austausch geprüft werden?
- Tragfähigkeit: Eine 3 cm starke Granitplatte wiegt etwa 85 kg je m². Korpusse aus Spanplatte tragen das meist, beschädigte Seitenwände nicht.
- Ebenheit: Die Schränke müssen in der Waage stehen. Unebenheiten gleicht der Betrieb beim Aufmaß aus, bei Steinplatten gibt es wenig Spielraum.
- Höhe: Eine Steinplatte ist oft dünner oder dicker als die alte Platte. Das verändert die Arbeitshöhe und den Anschluss an Fliesenspiegel und Fensterbank.
- Geräte: Passt das vorhandene Kochfeld in einen neuen Ausschnitt, oder wird ohnehin ein neues Gerät gekauft? Geben Sie die Gerätemaße beim Aufmaß an.
- Wandanschluss: Nach dem Ausbau zeigen sich oft Lücken oder beschädigte Fliesen. Klären Sie vorher, wer das übernimmt.
Wie läuft ein Austausch ab?
- Aufmaß mit alter Platte
Der Betrieb misst die Küche aus, meist noch mit eingebauter alter Platte, und klärt Ausschnitte, Stoßfugen und Kanten.
- Fertigung
Die Steinplatte wird in der Werkstatt zugeschnitten. In dieser Zeit können Sie die Küche normal nutzen.
- Ausbau am Montagetag
Spüle, Armatur und Kochfeld werden abgeklemmt, die alte Platte wird ausgebaut und, wenn vereinbart, entsorgt.
- Einbau und Anschluss
Die Steinplatte wird gesetzt und verklebt, Spüle und Geräte werden wieder eingebaut. Elektroanschlüsse gehören in die Hände einer Elektrofachkraft.
Ausführlich beschreibt das der Ratgeber Aufmaß und Ablauf.
Was kostet es, die Arbeitsplatte zu tauschen?
Zum Preis der neuen Platte kommen Ausbau, gegebenenfalls Entsorgung und das Wiederanschließen der Geräte. Aroundhome nennt für Ausbau und Einbau ohne neue Platte ca. 150–400 € je laufendem Meter. Bei kurzen Küchenzeilen fallen die festen Posten wie Aufmaß und Ausschnitte stärker ins Gewicht als die Plattenfläche. Die Übersicht aller Posten steht unter Kosten.
Welches Material eignet sich für den Austausch?
Grundsätzlich alle drei Werkstoffe. Granit in 2 oder 3 cm ist die klassische Wahl, braucht aber stabile Schränke. Keramik und Quarzkomposit gibt es auch in rund 12 mm, das spart Gewicht und hält die Arbeitshöhe nahe an der alten Platte. Dafür müssen Unterschränke sehr gerade stehen, weil dünne Platten wenig ausgleichen. Den Vergleich finden Sie im Materialvergleich.
Was sollten Mieter beachten?
Hinweis für Mieter
Klären Sie den Austausch vorher schriftlich mit Ihrem Vermieter, besonders wenn die Küche zur Wohnung gehört. Vereinbaren Sie auch, was beim Auszug mit der Steinplatte geschieht und ob die alte Platte aufbewahrt werden muss.
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Häufige Fragen
Kann eine alte Einbauküche eine Steinplatte tragen?
Oft ja, wenn die Korpusse unbeschädigt sind und gerade stehen. Der Betrieb prüft das beim Aufmaß. Bei Zweifeln kann eine dünnere Platte, etwa Keramik mit 12 mm, das Gewicht verringern.
Wie lange bin ich ohne Arbeitsplatte?
Beim Austausch meist nur am Montagetag, weil die neue Platte vorab nach Aufmaß gefertigt wird. Spüle und Kochfeld sind danach wieder angeschlossen, Silikonfugen brauchen etwas Zeit zum Aushärten.
Wird die alte Platte mitgenommen?
Das ist Vereinbarungssache. Lassen Sie Ausbau und Entsorgung im Angebot als eigene Position ausweisen.
Muss ich ein neues Kochfeld kaufen?
Nicht unbedingt. Das vorhandene Gerät kann meist wieder eingebaut werden, wenn der Betrieb das Ausschnittmaß kennt. Legen Sie beim Aufmaß das Typenschild oder die Einbauanleitung bereit.